Planst du gerade einen Trip nach Oz? Hier einige Tipps und Erfahrungen von meinem Roadtrip um Australien:http://www.dpi.wa.gov.au/licensing/yourvehicle/1385.asp

Bevor ich losfuhr, kontrollierte ich Ersatzreifen und Wagenheber. Ich wollte nicht wegen einer simplen Reifenpanne im Outback stecken bleiben. Trinkwasser gibt es in grossen Behältern, sodass ich immer etwa 30 Liter Wasser dabei hatte. Einen Benzin-Ersatzkanister kaufte ich nicht, was ich noch bereuen würde…


Seit ich in Cairns losfuhr, waren rund drei Monate vergangen und ich war über 20′000 km um den Kontinent gefahren. Nennenswerte Pannen gab es nicht. Das Fahrwerk hatte jedoch gelitten, denn in Nationalparks fuhr ich teilweise auch über holprige Naturstrassen (siehe Bild).
Ich brachte das Auto mehrmals zum Ölwechsel und Check in die Garage. Kmart hat Filialen in allen grösseren Städten und bietet schnellen und günstigen Service an: http://www.ktas.com.au/default.aspx

Um das Auto in New South Wales verkaufen zu können, benötigte ich den Pink Slip. Dazu muss das Auto in einer Garage auf Sicherheitsaspekte getestet werden.
http://www.carmarket.com.au/default.asp – fand ich bald einen Käufer. Allerdings musste ich einen Abschreiber einstecken, da ich das Auto im August – also ausserhalb der Hauptsaison – verkaufte. Deshalb empfehle ich den Autokauf während der Tiefsaison und den Verkauf während der Hochsaison. Beachten sollte man dabei auch, dass die Traveller während dem Winter im wärmeren Norden unterwegs sind.http://www.cofree.ch ist aus dieser Weltreise entstanden.

Als ich in Sydney ankam, hatte ich nicht geplant, ein Auto zu kaufen. Zuerst reiste ich mit dem Bus entlang der Ostküste. Viele interessante Orte konnte ich so jedoch nicht oder nur umständlich bzw. über teure Touren erreichen.

Der Ford Falcon Kombi ist bei Backpackern sehr beliebt. Die älteren Jahrgänge kann man relativ günstig kaufen und es gibt überall Ersatzteile.

In Cairns kaufte ich einem Traveller seinen Falcon ab. So war ich nun Besitzer eines 89er Ford Falcon mit über 500′000 km auf dem Tacho. Solche Tachostände sind in Australien keine Seltenheit.

Das Fahrzeug war in Western Australia (WA) zugelassen – also am anderen Ende von Australien. Dies hatte jedoch seine Vorteile. Autos aus WA können auch von anderen Staaten aus relativ einfach umgeschrieben werden. Zudem müssen die Fahrzeuge nicht geprüft werden, solange diese ununterbrochen eingelöst sind.

Ich konnte eine Adresse von Freunden in WA als Halteradresse angeben. Es ist jedoch nicht zwingend eine Adresse in WA nötig. Dies erleichtert später auch den Verkauf – egal in welchem Staat von Australien. Für genauere Angaben siehe auf der Website vom Department for Planning and Infrastructure WA:

 

Mein Ziel war es, das Auto wieder zurück nach Perth zu fahren, wo der Vorbesitzer seine Reise begonnen hatte. Es war Herbst und somit die gute Reisezeit für den Norden. Von den zahlreichen Floodways, die in der Regenzeit die Strassen blockieren können, waren jedenfalls alle trocken.

In der Nacht sind Kängurus und Rinder auf den Strassen unterwegs. Im Dunkeln achtete ich darauf, einen grossen Lastwagen (Roadtrain) vor mir zu haben.

Teilweise begleiteten mich andere Traveller, die eine günstige Mitfahrgelegenheit suchten. Einmal unterhielt ich mich zu intensiv mit meiner Mitfahrerin und vergass zu tanken. Wir blieben auf der Strecke stehen, hatten jedoch Glück: Die nächste Tankstelle war nur 30 km entfernt. Es hätten auch 200 km sein können…

In Perth beschloss ich, bis Sydney zu fahren. Von Melbourne aus machte ich einen Abstecher mit der Fähre nach Tasmanien.

Im Kings Cross Market in Sydney – siehe

Der Autokauf hat sich für mich dennoch gelohnt und ich denke mit Sehnsucht an die vielen berauschend schönen Orte und Momente, die ich dadurch entdecken und erleben konnte.

Von Sydney aus ging es weiter nach Neuseeland und Südamerika.