Jetzt kommt richtiges Outback-Feeling auf. Die Vegetation wird immer spärlicher und das tropische Grün ist verschwunden. Aber im Outback ist nicht nur Weite und Leere. Die Landschaft verändert sich laufend in feinen Nuancen und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Die Tankstellen werden seltener und ich muss die Benzinanzeige im Auge behalten. Eine Tankfüllung reicht rund 500 km. Die Tankstellen auf meiner Strecke sollten nicht weiter als 350 km auseinander liegen. Eine Tankfüllung reicht also locker. Wenn ich aber in einem unbedachten Moment eine Tankstelle auslasse, wird’s eng.

Auch die Strasse wird eng und es ist nur noch eine Spur in der Mitte geteert. Bei Gegenverkehr weichen beide Fahrzeuge zur Seite aus und Kieselsteine wirbeln durch die Luft.Ich nähere mich dem nächsten Highlight – das abgelegene Fischerdorf Karumba am Gulf of Carpentaria. Ich komme gerade rechtzeitig um zum ersten Mal zu beobachten, wie die Sonne am westlichen Horizont ins Meer eintaucht. Nach Fish & Chips schlafe ich göttlich in meinen „Mobile Home“.

Karumba ist weit weg vom Touristenpfad. Trotzdem ist es sehr bliebt bei Hobbyfischern. Ich wunderte mich unterwegs über die vielen Offroader, die mit Anhänger und Boot mitten durch das trockene Outback fuhren. Hier stehen zwar noch die Offroader mit Anhänger, die Boote mit ihren Besitzern sind jedoch aus dem Blickfeld entschwunden. Petri Heil oder Good Fishing!! Gleichzeitig finde ich hier das bisher grösste Krokodil-Warnschild. Also aufgepasst da draussen!!