Es gibt zwei Fähren nach HK. Eine volle Stunde dauert die Überfahrt mit der Ordinary Ferry. Dagegen hebt man mit der turboschnellen Fast Ferry beinahe ab und ist doppelt so schnell in Central HK.

Im Dunst zeichnet sich langsam die magische Skyline von Hong Kong ab. Wolkenkratzer reihen sich dicht gedrängt aneinander. Über eine lange Rampe geht es dann direkt ins erste Einkaufszentrum. Mc Donalds überrascht mich: Am Morgen stehen schmackhafte Breakfast-Menus nach englischer Art zur Auswahl. Ab Mittag sind wieder langweilige Burger angesagt.

In diesem Stadtteil dreht sich alles ums Business. Es scheint viel Geld im Spiel zu sein. Jedenfalls ist die Rolls-Royce-Dichte auffallend hoch. Da kann auch Osho nicht mehr mithalten ;-) Überall laufen die ver… Klimaanlagen, obwohl die Aussentemperaturen relativ kühl sind und das Klimadiagramm Winter anzeigt.

Ich schlage mich wieder mit neuer Währung, neuen Münzen und Ticket-Automaten herum. Aber ich erreiche mein Ziel: Wan Chai, ein lebhaftes Quartier auf HK Island. Auch hier ragen Skyscraper in die Höhe, aber in den Strassen ist es spannender und weniger steif als in Central HK. Um die Cross Street geht es zu und her wie auf dem Markt. Es gibt Läden für Früchte, Gemüse, Fleisch und Fisch. Im Vergleich zum Fishmarket in Tokyo, lebt oder zuckt hier die Auslage noch.

In Tokyo und HK ist Linksverkehr. Um die Eiligen vorbei zu lassen, steht man in Tokyo links auf der Rolltreppe, in HK jedoch rechts. Das scheint auch für das Trottoir zu gelten. Da bleibe ich mal besser in der Mitte…

Zwischen den Hochhäusern gibt es auch immer wieder grüne Inseln mit exotischen Planzen. Im kleinen Wan Chai Park wollen Kinder – zum Schrecken der Mütter – den Wasserstrahl der Springbrunnen anfassen und Senioren machen irgendwelche meditativen Übungen. Thai Chi oder Chi Gong? Zum Teil stehen auch höchst sonderbare Trainingsgeräte für letztere Altersgruppe bereit. Ein Ort zum Verweilen.